Fussball und gemischte Teams

Während Jahren haben viele Länder aus kulturellen Gründen gemischte Nachwuchsteams abgelehnt. So durften Mädchen nicht mit Jungen, sondern nur mit ihresgleichen spielen, egal, wie gross der Altersunterschied war. In der Schule sind heute in vielen Ländern gemischte Klassen üblich.Die Kinder werden folglich nicht mehr nach Geschlecht, sondern nach Alter und Niveau eingeteilt.

Im Sport und im Fussball geht der Trend in eine ähnliche Richtung. In bestimmten Ländern sind gemischte Teams bis zum Alter von 12 Jahren zugelassen, in einigen gar unbeschränkt. In diesen Ländern ist der Fussball denn auch besonders fortgeschritten. Gemeinsame Teams tragen wesentlich zur Emanzipierung des weiblichen Geschlechts, zu mehr Toleranz und gegenseitigem Respekt bei. Mit Jungen zu spielen, stärkt bei den Mädchen das Selbstwertgefühl, das Selbstbewusstsein und den Glauben an die eigenen Stärken. Gemischter Fussball ist in verschiedenen Formen denkbar.

Mädchen und Jungen können nicht nur miteinander, sondern auch gegeneinander spielen. Möglich sind folgende Varianten:

 

  • Jungenteam gegen Mädchenteam
  • gemischtes Team (Jungen und Mädchen) gegen Jungenteam
  • gemischtes Team (Jungen und Mädchen) gegen Mädchenteam
  • gemischtes Team (Jungen und Mädchen) gegen gemischtes Team (Jungen und Mädchen)     

Gemischte Fussballformen sind daher unter Berücksichtigung der sozialen, kulturellen und schulischen Gegebenheiten zumindest bis zum Alter von 12 Jahren zu fördern. Von gemischten Teams profitiert der Fussball insgesamt. 

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