Wie ist die Beziehung zur Regierung?

Keine Regierung kann es sich leisten, den Sport an sich und die damit für die Bevölkerung verbundenen Vorteile zu vernachlässigen. Der Fussball fördert Werte wie Bildung, Gesundheit, Teamgeist und Fairness, die auch den nationalen Regierungen wichtig und der modernen Zivilisation eigen sind. Die Ziele des Kinderfussballprogramms entsprechen den Vorstellungen vieler Länder: 

  1. Die Mittel bereitstellen, damit überall, auf der Strasse, in Schulen, Vereinen etc. Sport betrieben werden kann. Er muss ungeachtet von Geschlecht, Rasse und Ort für alle zugänglich sein.
  2. Den Kindern ermöglichen, gemeinsam zu spielen Fussball als Mittel zur Förderung der Kommunikation und des Austauschs.
  3. Sport ist gut für die Gesundheit und fördert das Wohlbefinden, die Ausgeglichenheit und die körperliche Verfassung.
  4. Sport als Erziehungsmittel, und zwar über das Erlernen von Spielregeln, Fussballtraining, Spiele nach Regeln, den Respekt gegenüber Gegnern und Mitspielern, den Willen, der Beste zu sein und sich selbst zu übertreffen, die Siegesfreude und die Enttäuschung über eine Niederlage ...
  5. Der Sport ist Teil unseres Lebens und bietet Spass, Vergnügen und Emotionen. 
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Wieso ist die Beziehung zur Regierung wichtig?

Fussball wird meistens in Vereinen gespielt. Dies geschieht je nach Wirtschaftslage des Landes und Entwicklung des Fussballs (Popularität, Finanzen, Personal, Freiwillige, Einsatz und Struktur der Verbände) mehr oder weniger strukturiert. Der Fussballsport beschränkt sich aber nicht nur auf Vereine, sondern ist universell und wird überall gespielt. Strassenfussball und Futsal sind bestes Beispiel.

Sie sind für Grossstädte typisch und zeigen, dass Fussball überall dort gespielt wird, wo junge Menschen die Freiheit und Mittel haben, sich auszuleben, einen Ball zu kaufen oder selbst anzufertigen. Die Schule ist ein wichtiger Nährboden für Fussballer, da Sport oftmals Unterrichtsfach ist. 

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Aus diesem Grund sind der Sport und insbesondere der Fussball Teil staatlicher Programme, zum Beispiel: 

 

  • Im Erziehungsbereich über regelmässige und wiederkehrende Fussballprogramme im Lehrplan der Schulen, verstärkt durch den Austausch und Spiele zwischen den Klassen, verschiedenen Schulen etc., was bis hin zur Organisation von nationalen Wettbewerben führen kann.
  • Im Sport- und Jugendbereich durch den erleichterten Zugang zu nationalen Sportverbänden und Jugendprogrammen (Kindertag, Sportfeste etc.).
  • Im Gesundheitsbereich durch die Verknüpfung des Fußballsports mit mehr Wohlbefinden und Ausgeglichenheit, einer bewussten Ernährung und klaren Botschaften gegen die Einnahme von Drogen und anderen schädlichen Substanzen.
  • In der Kommunalpolitik und bei der Verbesserung der ländlichen Infrastruktur über die Errichtung oder Umgestaltung von Sportanlagen, den Einsatz von Kinderfussballtrainern, die Einrichtung von Jugendtreffpunkten, die Organisation von Sporttagen etc.
  • Bei der Gleichberechtigung durch die Förderung der Ausübung des Fussballsports durch beide Geschlechter und bei den Kleineren in gemischten Teams.