Empfehlungen

 

Nachfolgend sind die wichtigsten Empfehlungen für ein erfolgreiches Kinderfussballprogramm aufgeführt: 

 

  • Alle müssen unabhängig von Geschlecht, Rasse und sozialem Status die Möglichkeit haben, Fussball zu spielen. Jedes Kind muss wissen, dass es in seiner Schule oder Gemeinde auf den bestehenden Anlagen Fussball spielen kann.
  • Ausgebildete Kinderfussballtrainer sorgen für die nötige Disziplin und das richtige Verhalten auf dem Platz. Um erfolgreich mit jungen Menschen, insbesondere aus benachteiligten Verhältnissen, arbeiten zu können, müssen sie über grundlegende psychologische Kenntnisse verfügen.
  • Alle Kinder haben Anspruch auf Bildung und eine Gesundheitsversorgung, ungeachtet ihrer familiären Herkunft und ihres Bildungshintergrunds. Deshalb müssen sie unbedingt nach ihrem schulischen Fortschritt, ihrer Gesundheitsversorgung und der Rolle der Eltern in ihrem Alltag gefragt werden.
  • Die Entwicklung von Beziehungen zwischen Kindern mit unterschiedlichem kulturellem, religiösem und ethnischem Hintergrund muss gefördert werden. Dadurch werden Differenzen abgebaut und der gegenseitige Respekt auf und neben dem Spielfeld gefördert. Bei schwierigen Situationen auf dem Spielfeld sowie bei der Verarbeitung von Siegen und Niederlagen steht Fairness im Vordergrund. Es gilt, stets das Positive zu sehen und die nötigen Lehren zu ziehen. 
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Marketing und Sponsoring

Ein Kinderfussballtrainer ist nicht nur Trainer, sondern oft auch Mädchen für alles: Er muss sich um den Transport, die Getränke oder auch die Ausrüstung kümmern. Er ist ebenfalls Manager, der für das Kinderfussballprogramm das nötige Geld auftreiben muss. Einige grundlegende Marketing- und Sponsoringkenntnisse können für die Nachhaltigkeit des Programms deshalb nützlich sein.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie das Kinderfussballprogramm selbsttragend sein kann. Das fängt bei der Bitte an lokale Ladenbesitzer an, Fussbälle zu stiften, und geht bis zu komplexen Strategien wie der weitgehenden Finanzierung durch Unternehmenssponsoring.

Sportveranstaltungen und -programme bieten Unternehmen zahllose Möglichkeiten, Produkte einzuführen, zu präsentieren, anzupreisen und zu platzieren, Mitarbeiter zu belohnen, bestehende oder mögliche Kunden zu unterhalten, die Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit zu steigern, ihr Image zu fördern oder zu ändern, Mitarbeitende zu motivieren sowie neue Marktsegmente und Vertriebskanäle zu erschliessen. 

Auf der Suche nach Sponsoren muss zuerst definiert werden, was das Kinderfussballprogramm einem Unternehmen bieten kann. Mit welchen Leistungen lässt sich das Programm verkaufen? Mögliche Leistungen sind: Name und/oder Logo in Medienmitteilungen, Anmeldepaketen, Werbeflugblättern, auf Websites, Fahnen, Uniformen von Freiwilligen und Mitarbeitern, Ausstellungsfläche für Produkte, Marktforschungsmöglichkeiten, Zugang zu Versandlisten etc.. Wichtig ist, dass die Leistungen nicht nur versprochen, sondern auch erbracht werden.

Danach gilt es, in den betreffenden Unternehmen die richtige Person zu kontaktieren und dem Unternehmen aufzuzeigen, wie attraktiv das Sponsoringangebot ist. Empfehlenswert ist, dem Unternehmen für eine langfristige Vereinbarung einen Rabatt zu gewähren und Sachleistungen auszuhandeln, d. h. Waren oder Dienstleistungen (z. B. Getränke, T-Shirts, Ausrüstung, Marketing) für Sponsoringleistungen.

Am einfachsten ist es, mit einem bestehenden Sponsor einen neuen Vertrag auszuhandeln. Das setzt aber eine optimale Betreuung und Pflege der Sponsoren voraus. Für ein gutes Programmportfolio sollten die einzelnen Schritte fotografisch dokumentiert und Medienmitteilungen und Unterlagen zum Programm aufbewahrt werden. Eine gute Dokumentation kann zur Verlängerung eines Sponsorings führen, denn je mehr die Sponsoren das Gefühl haben, wichtiger Teil des Kinderfussballprogramms zu sein, und je mehr Leistungen sie dafür erhalten, desto eher unterstützen sie das Programm.